Pressemitteilung6.11.2026

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

"Jagd bedeutet Freiheit der Entschei­dung und Verantwortung für das eigene Tun“

Anlässlich der Landes Hubertusmesse am 08. November in der St. Johanniskirche in Neubrandenburg betont der für die Jagd in MV zuständige Agrarminister Dr. Till Backhaus den hohen Stellenwert der Jagd im Land.

Landwirtschaft und ErnährungForst, Jagd und Fischerei

Krankheitsbedingt wird der Minister an der Messe nicht teilnehmen können. Er wird durch Staatssekretär André Konsolke vertreten.

„Rund 15.000 Jägerinnen und Jäger in Mecklenburg-Vorpommern haben sich der Hege und der Pflege der Wildbestände im Land verpflichtet. Mit ihrem Engagement sorgen sie für gesunde und angepasste Wildbestände und leisten einen Beitrag für den Klimaschutz, indem sie dem Wald die Möglichkeit geben, sich auf natürliche Weise zu verjüngen“, so Minister Backhaus, der ergänzt: 

„Unser Ziel ist und bleibt, einen gesunden artenreiche Wildbestand zu erhalten. Wald und Wild gehören in MV zusammengedacht und bewirtschaftet. Die Jägerinnen und Jäger liefern hochwertige Lebensmittel und schützen die landwirtschaftlichen Kulturen vor massiven Wildschäden - nicht zuletzt auch vor der immer noch grassierenden Afrikanischen Schweinepest. 

Also alles gut, könnte man meinen. Die Hubertusmesse jedoch markiert einen wichtigen Punkt im Jahr, der die Jägerinnen und Jäger dazu anhält, sich auch kritisch mit ihrem Handwerk auseinanderzusetzen.

Die Ehrfurcht vor der Kreatur, die Hubertus von Lüttich gelobte, nachdem er dem besonderen Hirsch begegnete, spiegelt sich auch in den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit wider. Dazu zählt, das Wild als das uns am nächsten stehende Geschöpf der Natur zu achten. 

Disziplin und Selbstkontrolle beim Jagdbetrieb gehören ebenfalls zu den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit. Weidgerechte Jagd ist niemals ein Wettbewerb um die höchste Abschusszahl oder die größte Trophäe. „Wer jagt, machte Fehler. Wer nicht jagt, macht andere Fehler“, heißt es. Niemand ist fehlerfrei, das wissen wir. Aber es ist auch ein wesentlicher Teil der Weidge­rechtigkeit, sich seiner Fehler klar zu werden und aus ihnen die richtigen Schlüsse für die zukünftige Jagd zu ziehen. Gerade in Zeiten der zunehmenden Technisierung der Jagd ist es wichtig, sich auch zu fragen, ob es richtig und notwendig ist, dem Wild zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter nachzustellen. Die Jagdge­setzgebung gibt dabei nur die Leitplanken vor. Über den konkre­ten Weg und die gewählte Geschwindigkeit entscheiden die Jägerinnen und Jäger aber individuell im heimischen Revier. Mit dieser Freiheit gilt es verantwortungsvoll umzugehen. Das ist für mich die Botschaft, die mit den Hubertusmessen im Land einher­geht. Für die nun bevorstehende Drückjagdsaison wünsche ich den Jägerinnen und Jägern im Land viel Weidmannsheil und dass sie stets die richtige Entscheidung treffen mögen.“