Pressemitteilung4.11.2026

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Start der Grippesaison: An Auffrischung des Impfschutzes denken

Die Grippesaison steht bevor und der Impfschutz der Risikogruppen ist ausbaufähig. So waren zuletzt nur rund 45 Prozent der Menschen über 60 Jahre geimpft. Darauf wies Drese heute hin. 

Gesundheitsförderung und (Sucht-)Prävention

PM 272/2026 (SM)

Rund 45 Prozent der Menschen ab 60 Jahren in Mecklenburg-Vorpommern waren zuletzt gegen die echte Grippe (Influenza) geimpft. Damit liegt das Land deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 34 Prozent. „Das ist eine gute Entwicklung und zeigt, dass die Grippeschutzimpfung bei uns einen vergleichsweisen hohen Stellenwert hat. Gleichzeitig bedeutet es aber auch, dass mehr als die Hälfte der Menschen über 60, die zur Risikogruppe gehören, noch keinen Impfschutz hat. Das wollen wir ändern“, betonte die geschäftsführende Gesundheitsministerin Stefanie Drese, als sie selbst ihren Impfschutz durch das Team des Schweriner Gesundheitsamtes auffrischen ließ. 

Dass Mecklenburg-Vorpommern bei der Grippeschutzimpfung älterer Menschen überdurchschnittlich gut abschneidet, sei dabei keine Momentaufnahme. „Wir liegen seit vielen Jahren konstant über dem Bundesschnitt. Trotzdem macht es mir Sorgen, dass die Influenza-Impfquote seit der Saison 2020/2021 bundesweit wie auch in MV konstant rückläufig ist. Damals lagen wir etwa noch bei Werten von knapp 63 Prozent“, so Drese. „Wir müssen deshalb aufpassen, dass wir diese über Jahre erreichte vergleichsweise gute Impfquote nicht verlieren - gerade in unserem Land mit einem hohen Anteil älterer Menschen.“

Denn das Risiko für schwere Krankheitsverläufe und Komplikationen steige mit zunehmendem Alter und eine echte Grippe sei keineswegs mit einer gewöhnlichen Erkältung gleichzusetzen, betonte Drese. Eine Influenza könne etwa Entzündungen auslösen, die bis zur Lungenentzündung oder im schlimmsten Fall auch bis zum Tod führen. 

„Eine Grippeschutzimpfung ist deshalb der beste Weg, sich vor einer möglicherweise schweren Erkrankung und ihren Komplikationen zu schützen. Das gilt insbesondere für Seniorinnen und Senioren aber auch für andere Gruppen, die ein erhöhtes Risiko für einen solch schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu gehören Personen, die mit chronischen Krankheiten leben, Schwangere ab dem vierten Schwangerschaftsmonat sowie Schwangere mit Grunderkrankungen“, erklärte sie.

Auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Menschen, die sie beruflich oder privat betreuen, wird die Impfung von der STIKO empfohlen. Sinnvoll kann sie außerdem für Menschen sein, die in Einrichtungen mit viel Kundenkontakt oder im direkten Kontakt mit bestimmten Tieren wie Schweinen, Geflügel, Wildvögeln oder Robben stehen. 

„Da es nach der Impfung etwa zehn bis 14 Tage dauert, bis sich der vollständige Impfschutz aufgebaut hat, sollte die Impfung möglichst rechtzeitig vor Beginn der Grippewelle erfolgen. Lassen Sie sich also möglichst zeitnah von Ihrer Hausärztin oder Ihrem Hausarzt beraten, ob eine Impfung für Sie sinnvoll ist, um sich oder andere auch in diesem Winter zu schützen“, betonte Drese. 

Angebote zur Impfung selbst bieten neben den Hausarztpraxen auch Apotheken und die Gesundheitsämter an. In diesem Jahr ruft zudem das Bundesministerium für Gesundheit erstmals die Aktionswoche Impfen aus, inklusive der bereits etablierten „Langen Nacht des Impfens“ am 12. November. Wer spontan einen Termin sucht, findet auf der interaktiven Karte teilnehmende Anlaufstellen. Auch eine Anmeldung als Impfstelle ist noch möglich. 

„Ich hoffe, dass wir so noch einmal zusätzliche Aufmerksamkeit für das Thema schaffen und möglichst viele Menschen erreichen. Denn gut geschützt kommen wir am besten gesund durch den Winter“, so Drese abschließend.

Weitere Informationen zur Grippeschutzimpfung sowie Aufklärungsmaterialien und Flyer eigens zum Impfen ü60 finden Sie auch auf dem Impfportal des Landes MV unter mv-impft.de. 

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