Der Runde Tisch der Kulturministerin bringt Fachleute aus Kultur, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Verwaltung zu spezifischen Querschnittsthemen zusammen.
Der Runde Tisch der Kulturministerin Bettina Martin bringt in unregelmäßigen Abständen Fachleute aus Kultur, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Verwaltung zu spezifischen Schnittstellenthemen zusammen. Im Fokus stehen dabei kulturelle Querschnittsthemen, bei denen das Kulturministerium nicht allein zuständig bzw. nicht federführend ist. Sie dienen der Umsetzung der Kulturpolitischen Leitlinien. Dabei werden Impulse von Expertinnen und Experten aufgenommen, modellhafte Projekte vorgestellt und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die Gespräche sollen das Verständnis von Kunst und Kultur als Querschnittsaufgabe verankern, die gemeinsame Verantwortung verdeutlichen und konkrete Beiträge zur weiteren erfolgreichen Transformation im Kulturbereich leisten.
Erster Runder Tisch "Kulturtourismus"
Mecklenburg-Vorpommern ist ein Urlaubsland. Die Menschen suchen bei uns Erholung und Inspiration in der wunderbaren Natur, in den malerischen Städten und Dörfern. Und natürlich ist unsere bunte und vielfältige Kulturlandschaft ein großer Magnet für viele Touristinnen und Touristen. Diese große Chance, die der Kulturtourismus auch für Kunst und Kultur bedeutet, wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Wirtschaft und Tourismus noch stärker strategisch nutzen. Dazu hat der erste „Runde Tisch Kultur“ zu Kulturtourismus bereits im November 2023 eine hervorragende Gelegenheit geboten. Diesen Dialog wollen wir weiterführen - denn die Stärkung von Kunst und Kultur ist eine Querschnittsaufgabe. Sie zahlt sich nicht nur für die Gesellschaft insgesamt aus, sondern auch für die Attraktivität unseres wunderschönen Urlaubslandes.
Zweiter Runder Tisch "Green Culture"
Kultur trägt Verantwortung – und sie ist Motor für Veränderung. Beim zweiten „Runden Tisch Kultur“ zum Thema Nachhaltigkeit wurde deutlich, wie groß der Wille in Mecklenburg-Vorpommern ist, kulturelles und gesellschaftliches Handeln mit ökologischer Nachhaltigkeit zu verbinden. Denn Nachhaltigkeit heißt nicht Verzicht, sondern Zukunft – auch für unsere Kultur. Da Nachhaltigkeit nur gemeinsam gelingt – wenn Politik, Verwaltung und Kulturszene an einem Strang ziehen – haben sich Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Verwaltung, darunter Fachleute für Nachhaltigkeit und Kulturschaffende aus Mecklenburg-Vorpommern und darüber hinaus, am 6. September 2024 in Schwerin zu Austausch und Vernetzung über „Green Culture“ getroffen. Durch Impulse der unterschiedlichen Referentinnen und Referenten wurde die Bandbreite der landes- und bundesweit vorhandenen Beratungs- und Fortbildungsangebote zum Thema deutlich. Die Vorstellung von modellhaften Förderprogrammen und Initiativen erlaubte einen Blick in die Praxis.
Dritter Runder Tisch "Kulturelle Bildung"
In der Gesprächsreihe der Kulturministerin Bettina Martin zu kulturellen Querschnittsthemen fand am 07. November 2024 der dritte Runde Tisch in Schwerin statt. Im Mittelpunkt stand diesmal das Themenfeld Kulturelle Bildung. Eingeladen waren Vertreterinnen und Vertreter aus dem Sozial- und Bildungsministerium sowie kultureller Institutionen, weiterhin Bildungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, Fachleute aus den Bereichen Verwaltung, Schule und Bildung sowie Kunstschaffende und Kreative mit einschlägiger Erfahrung im Bereich der bildungspädagogischen Arbeit. Die Fachdiskussion reihte sich dabei in weitere Formate ein, die im Rahmen der Erarbeitung eines Landeskonzepts für kulturelle Bildung in M-V organisiert wurden. Vor diesem Hintergrund verdeutlichten insbesondere die Fachvorträge von Vertreterinnen und Vertreter der Landesverwaltung Sachsen und der Plattform Kulturelle Bildung Brandenburg die Notwendigkeit eines übergreifenden Strategiepapiers zur kulturellen Bildung auf Landesebene.
Vierter Runder Tisch "Barriereabbau in Kunst und Kultur"
Kunst und Kultur leben von Vielfalt und von der Möglichkeit aller Menschen, sich aktiv einzubringen. Kunst und Kultur sind eine Einladung an alle Menschen. Die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ist deshalb keine freiwillige Zusatzaufgabe, sondern Teil öffentlicher Daseinsvorsorge und Ausdruck einer offenen Gesellschaft. Deshalb kamen Expertinnen und Experten aus Kultur, Bildung, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zusammen, um konkrete Wege für mehr Inklusion in Kunst und Kultur in Mecklenburg-Vorpommern zu entwickeln. Dabei ging es nicht nur um bauliche Barrierefreiheit, sondern auch um Sichtbarkeit, Beteiligung und bessere Zugänge für Künstlerinnen und Künstler mit Behinderungen.
Mehrere Runde Tische "Kulturelle Grundversorgung"
Kulturelle Grundversorgung ist ein wichtiges Fundament für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft. Sie ermöglicht Teilhabe, Bildung und Begegnung – überall im Land, in der Stadt und im ländlichen Raum. Sie ist keine freiwillige Leistung, sondern Ausdruck unseres Verständnisses von Daseinsvorsorge – sie sichert Lebensqualität und stärkt unsere Demokratie. Daher haben wir 2025 mit den drei Runden Tischen zur kulturellen Grundversorgung einen intensiven Austausch über diese gemeinsame Aufgabe geführt. Vertreterinnen und Vertreter aus Kultur, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben ihre Erfahrungen, Ideen und Perspektiven eingebracht. Die Vielfalt der Beiträge zeigt, wie lebendig und engagiert das kulturelle Leben in Mecklenburg-Vorpommern ist – und wie groß der Wille und die Anstrengungen, Kultur für alle Menschen zugänglich und erreichbar zu machen. Vor allem die vielen Ehrenamtlichen im Land leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die kulturelle Grundversorgung. Diese Leistung verdient nicht nur unseren Dank und unsere Wertschätzung, sondern echte Unterstützung und verlässliche Strukturen.
Impressionen der Runden Tische
Ich danke allen Vertreterinnen und Vertretern aus Kultur, Wissenschaft und Praxis für den lebendigen Austausch und die vielen Einblicke.
Zertifikate Kulturelle Bildung
Mit dem Zertifikatskurs Kulturelle Bildung bietet das Land Mecklenburg-Vorpommern Kunst- und Kulturschaffenden eine zentrale Qualifizierungsmöglichkeit für die Arbeit in der pädagogischen Praxis. Dabei stehen vor allem künstlerische Prozesse als zentrale Lern- und Erkenntnisverfahren im Mittelpunkt der fünfteiligen Reihe. Die Fortbildung vermittelt wissenschaftliche Grundlagen, konkrete Methoden kooperativen Arbeitens und genauere Kenntnisse im Kultur- und Projektmanagement. Sie ist aber auch Experimentier- und Reflexionsraum für kreative Vermittlung an der Schnittstelle von Kunst, Bildung und Teilhabe. Die Fortbildungsreihe wird durch Kultur Land MV und die Fachstelle Kulturelle Bildung fachlich begleitet, die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bescheinigt.