Regionale Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung
Die regionale Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklung stärkt Wirtschaft und Beschäftigung in Mecklenburg-Vorpommern.

Arbeitsmarkt und Wirtschaft haben sich in Mecklenburg-Vorpommern in den vergangenen Jahren – und auch durch die Auswirkungen der Coronapandemie nur kurzfristig unterbrochen - positiv entwickelt. Fachkräftegewinnung, -sicherung und Wachstumsförderung stellen regionsübergreifend aktuell eine Herausforderung dar.
Der wirtschaftliche Aufschwung und die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes sind jedoch nicht in allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns gleichermaßen stark angekommen. So stehen den wirtschaftsstarken Metropolregionen im Westen des Landes die wirtschaftlich schwächeren Regionen im Osten Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber. Daher gilt es in den verschiedenen Teilräumen die unterschiedlichen Problemlagen und Herausforderungen entsprechend zu erkennen und darauf mit einer regionalspezifischen Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik zu reagieren.
Der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern haben sich in den vergangenen Jahren insgesamt positiv entwickelt. Auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie konnten diese Entwicklung nur vorübergehend bremsen. Die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften sowie die Unterstützung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung gehören zu den wichtigen Aufgaben.
Die Entwicklung verläuft jedoch nicht überall im Land gleich. Einige Regionen sind wirtschaftlich stärker als andere. Deshalb benötigen die einzelnen Regionen unterschiedliche Lösungsansätze, die auf ihre jeweiligen Herausforderungen abgestimmt sind.
Aus diesem Grund setzt das Land Mecklenburg-Vorpommern bereits seit dem Jahr 2000 auf eine regionale Arbeitsmarkt- und Strukturförderung. Die Finanzierung erfolgt aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+). Dieses bewährte Konzept wird auch in der Förderperiode 2021 bis 2027 fortgeführt.
Vier Regionalbeiräte unterstützen die Umsetzung der Förderung in den Regionen:
- Westmecklenburg
- Region Rostock
- Mecklenburgische Seenplatte
- Vorpommern
Die Regionalbeiräte setzen sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft, Kommunen, Arbeitsmarkt, Bildung und weiteren regionalen Einrichtungen zusammen.
Die regionale Entscheidung hat einen großen Vorteil: Die Menschen und Einrichtungen vor Ort kennen die Bedürfnisse und Herausforderungen ihrer Region am besten. Eine Grundlage sind die regionalen Handlungskonzepte der einzelnen Regionalbeiräte. Dadurch können Fördermittel gezielt dort eingesetzt werden, wo sie die größte Wirkung erzielen.
Für die Umsetzung stehen den Regionalbeiräten verschiedene Förderinstrumente zur Verfügung. Mit ihnen werden Projekte zur Arbeitsmarkt- und Beschäftigungsförderung sowie zur regionalen und wirtschaftlichen Entwicklung unterstützt.
Mit der Förderung von Strukturentwicklungsmaßnamen soll die wirtschaftliche Entwicklung in Mecklenburg-Vorpommern gestärkt werden. Ziel ist es, neue Arbeitsplätzte zu schaffen und bestehende Arbeitsplätzte langfristig zu sichern.
Gefördert werden Vorhaben, die
- Unternehmen bei der Gewinnung und Sicherung von Fachkräften unterstützen,
- die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft stärken,
- Unternehmen bei der Digitalisierung begleiten,
- neue Entwicklungs- und Wachstumsmöglichkeiten erschließen oder
die wirtschaftliche Entwicklung einer Region nachhaltig fördern.
Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und Regionen zu sichern und gute Beschäftigungsperspektiven in Mecklenburg-Vorpommern zu schaffen.
Mit der Förderung von Integrationsprojekten werden Vorhaben unterstützt, die Menschen dabei helfen, wieder in Arbeit zu kommen oder ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern.
Gefördert werden Vorhaben, die
- Menschen beraten und informieren,
- den Einstieg in die Arbeit unterstützen,
- die berufliche Aus- und Weiterbildungen ermöglichen,
- persönliche Herausforderungen berücksichtigen und
- dabei helfen, die Beschäftigungsfähigkeit zu verbessern.
Insbesondere werden durch die Vorhaben Menschen unterstützt, die von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind. Dabei werden auch gesundheitliche oder andere persönliche Problemlagen berücksichtigt, die den Einstieg in die Arbeit erschweren können.
Ziel ist es, mehr Menschen eine nachhaltige Teilhabe am Arbeitsmarkt zu ermöglichen und ihre Chancen auf eine dauerhafte Beschäftigung zu erhöhen.
Mit der Förderung von Kleinprojekten sollen Angebote unterstützt werden, die Menschen zusammenbringen und ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und sozialen Leben stärken.
Gefördert werden insbesondre kleine Vorhaben vor Ort, die sich an Frauen, Männer und deren Familien richten. Besonders berücksichtigt werden Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht sind.
Projekte können beispielsweise in folgenden Bereichen umgesetzt werden:
- Gesundheit – Angebote zur Förderung von Wohlbefinden und Gesundheit
- Sport und Bewegung – Aktivitäten, die Bewegung und einen aktiven Lebensstil fördern
- Bürgerschaftliches Engagement – Projekte, bei denen Menschen sich einbringen und ihre Gemeinschaft mitgestalten können
Ziel ist es, soziale Kontakte zu stärken, Teilhabe zu ermöglichen und die Lebensqualität der Menschen in den Regionen zu verbessern.
Landesweit wurden acht Welcome Center zur Unterstützung der Unternehmen bei der Fachkräftegewinnung und -sicherung eingerichtet an den Standorten:
- Rostock
- Wismar
- Neubrandenburg
- Stralsund
- Greifswald
- Pasewalk
- Schwerin
- und Ludwigslust.
Mit den "Fördergrundsätzen zur Gewährung von Zuwendungen für die Leistungserweiterung der Welcome Center zur Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes" sollen die neuen Chancen dieses Gesetzes zugunsten der Fachkräftesicherung für Unternehmen in MV - durch Zuwanderung von arbeitsvertraglich gebundenen Erwerbstätigen aus Drittstaaten - genutzt werden.
Hierzu sollen die bestehenden Welcome Center ihre Vernetzung mit den kommunalen und anderen regionalen Akteuren vor Ort ausbauen, um künftig mehr Unterstützung für Unternehmen beim Ankommen und der Integration von Arbeits- und Fachkräften aus Drittstaaten leisten zu können.
Mit diesem Ideenaufruf werden Träger für Vorhaben gesucht, die Unternehmen und Studierende in Mecklenburg-Vorpommern besser miteinandervernetzen.
Ziel ist es, Unternehmen bei der Gewinnung zukünftiger Fachkräfte zu unterstützen und Studierende für berufliche Perspektiven in Mecklenburg-Vorpommern zu begeistern.
Gefördert werden Vorhaben, die den Austausch zwischen Unternehmen und Hochschulen stärken und Studierenden die Möglichkeit geben, Unternehmen, Berufsfelder und Karrierechancen im Land kennenzulernen.
Es sollen bis zu acht Vorhaben unterstützt werden, damit in allen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns passende Angebote entstehen können. Beteiligt werden Unternehmen aus dem gesamten Land sowie Studierende der Hochschulstandorte:
- Greifswald
- Neubrandenburg
- Rostock
- Stralsund
- Wismar
Antragsberechtigt sind öffentliche und private Einrichtungen mit Sitz in Mecklenburg- Vorpommern.
Die Vorhabenbeschreibungen sind per E-Mail bei der Geschäftsstelle des zuständigen Regionalbeirates und beim Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit
einzureichen
Eine vorherige und frühzeitige Beratung durch die zuständige Geschäftsstelle vor der Antragstellung wird empfohlen.
Der Ideenaufruf mit allen erforderlichen Informationen steht zum Download zur Verfügung.
Der Förderzeitraum beträgt in der Regel 12 Monate.
- Antrag
- Anlage Vorhabenbeschreibung
- Anlage Projektplan
- Anlage Aufgabenbeschreibung
- Anlage Finanzierungsplan
- Anlage – Berechnung Personalkostenpauschale
- Auflistung Sachausgaben
- Beteiligungserklärung der Unternehmen
- Teilnehmerliste der Studierenden
Sie wollen wissen, wie geförderte Projekte in der Praxis umgesetzt werden?
Über die folgende Verlinkung gelangen Sie zu ausgewählten Beispielen erfolgreicher Projekte aus der vergangenen Förderperiode 2014 bis 2020.