Beispiele aus der Praxis

Mecklenburg-Vorpommern stärkt mit verschiedenen Förderinstrumenten den Arbeitsmarkt und die regionale Entwicklung. Bereits mehrere hundert Projekte wurden unterstützt. Ausgewählte Praxisbeispiele zeigen die vielfältigen Möglichkeiten der Förderung.

Arbeitsmarkt und Fachkräfte

Die regionalisierte Arbeitsmarkt- und Strukturförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern fußt auf mehreren Förderinstrumenten, mit denen inzwischen mehrere hundert Projekte unterstützt werden konnten. Nachstehend sollen diese Förderinstrumente skizziert sowie ausgewählte gute Beispiele aus der Praxis vorgestellt werden.

Strukturentwicklungsmaßnahmen unterstützen Aktivitäten, welche lokale oder regionale Wirtschaftspotentiale heben oder strukturelle Herausforderungen – wie die der Arbeits- und Fachkräftesicherung – aufgreifen sowie der Schaffung bzw. Sicherung von Arbeitsplätzen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt dienen. In den vergangenen Jahren haben sich bei den geförderten Strukturentwicklungsmaßnahmen folgende Themenschwerpunkte herausgebildet.

Integrationsprojekte

Mit Integrationsprojekten wird – in enger Zusammenarbeit mit den Jobcentern in Mecklenburg-Vorpommern – die Beratung, Information und Eingliederung von langzeitarbeitslosen Frauen und Männern mit besonderen Vermittlungshemmnissen unterstützt, um letztlich deren soziale und arbeitsmarktliche Integration durch Übergang in Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu erreichen.

So vielfältig wie die individuellen oder strukturellen Vermittlungshemmnisse von langzeitarbeitslosen Menschen sind, so vielgestaltig sind auch die geförderten Projekte zu deren Arbeitsmarktintegration.

Insofern sollen nur beispielhaft folgende Integrationsprojekte vorgestellt werden:

Beispielhafte Integrationsprojekte stellen sich per Videoclip vor:

LEA (Güstrower Bildungshaus e.V.):
Das Projekt des Güstrower Bildungshaus e.V. richtet sich an langzeitarbeitslose Frauen und Männer, unter Berücksichtigung aller Familienformen, die von belastenden Vermittlungsverhältnissen und schwierigen Einkommensverhältnissen betroffen sind. Die Teilnehmenden sollen mittels einer mehrstufigen, individuellen Integrationsbegleitung lernen, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen, soziale Kompetenzen zu stärken und Kenntnisse aufzubauen, um für sich eine berufliche Orientierung zu entdecken. Das Projekt wird von vielen Partnern in der Wirtschaft unterstützt, so dass den Teilnehmenden die Möglichkeit gegeben wird, sich in verschiedenen Praktika auszuprobieren und ihre individuellen Stärken und Neigungen zu erkennen, um nachhaltig eine Beschäftigung/Ausbildung aufzunehmen.


SLALOM+ (BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH):
SLALOM+ ist eine Projekt der BilSE-Institut für Bildung und Forschung GmbH, in dem deutsche und migrierte Teilnehmende mit und ohne Flüchtlingshintergrund an den Arbeitsmarkt herangeführt und in diesen integriert werden. Ziel des Projektes ist der Abbau von unterschiedlichen Vermittlungshemmnissen durch individuelle Kompetenzbilanzierung, passgenaue Integrationsplanung, berufsbezogene Sprachförderung, Bewerbungstraining und Gruppen- bzw. Einzelcoaching. Der Integrationsfortschritt bei den Teilnehmenden soll gefördert und eine Integration in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ermöglicht werden. Außerdem werden interkulturelle Kompetenzen gesteigert und soziale Teilhabe unterstützt.

Wissenswertes zu den Projekten LEA und SLALOM+

Kontakt für Arbeit (Rostocker Fraueninitiativen e.V.):

Dieses, vom Rostocker Fraueninitiativen e.V. umgesetzte, Projekt verbessert die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden langfristig durch ein ganzheitliches Herangehen der Integrationsarbeit. Angesprochen werden hier langzeitarbeitslose Ratsuchende mit schweren psycho-sozialen Hemmnissen. Damit leistet der Rostocker Fraueninitiativen e.V. einen wichtigen und wirksamen Beitrag gegen die verfestigende Langzeitarbeitslosigkeit und Ausgrenzung von arbeitslosen Menschen.

Mehr zum Integrationsprojekt für Langzeitarbeitslose der Rostocker Fraueninitiative e.V.

Integrative Arbeit und Angebote zur sozialen Teilhabe für Langzeitarbeitslose in der Hansestadt Rostock (Wohltat e.V.)

Integrative Arbeit und Angebote zur sozialen Teilhabe für Langzeitarbeitslose in der Hansestadt Rostock (Wohltat e.V.):

Ziel des Projektes ist es, die langzeitarbeitslosen Teilnehmenden mit besonderen sozialen Schwierigkeiten, in das gesellschaftliche Leben zu integrieren, ein eigenständiges Leben wieder zu erlernen und Normen wie Zuverlässigkeit, Einsatzbereitschaft etc. zu verbessern. Der Wohltat e.V. möchte die Teilnehmenden, nach Abbau von Vermittlungshemmnissen, an den Arbeitsmarkt heranzuführen und sie in Kooperation mit Projektpartnern (Praktika etc.) auf eine Integration in Arbeit vorbereiten.

Integrative Arbeit und Angebote zur sozialen Teilhabe für Langzeitarbeitslose in der Hansestadt Rostock

Kleinprojekte für soziale Teilhabe

Die Kleinprojekte dienen dazu, für langzeitarbeitslose oder von Langzeitarbeitslosigkeit bedrohte Frauen und Männer sowie deren Familienangehörige Angebote der sozialen Teilhabe zu schaffen. Unterstützt werden dabei insbesondere sozialräumlich und lokal verankerte Vorhaben in den drei Handlungsfeldern Gesundheit, Sport/Bewegung und bürgerschaftliches Engagement.

Die Breite der genannten Handlungsfelder ermöglicht eine ungeheure Vielfalt von Kleinprojekten, die folgenden Beispiele verdeutlichen dies:

Richtliniengeber und Fachaufsicht für das Förderinstrument „Kleinprojekte“ ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, welches auch die weitergehende Öffentlichkeitsarbeit sicherstellt.

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